Autor: admin

  • Vor Ort mit Anneke Graner


    Zusammen mit unserer Landtagskandidatin Anneke Graner besuchten wir die Jubiläumsausstellung „10 Jahre Arbeitskreis Asyl – Willkommen für Fremde“. Anneke Graner zeigte sich beeindruckt vom langjährigen enormen Engagement des Arbeitskreises: Dieses umfasst unter anderem das Begegnungscafé, Hilfen bei Behörden, Hilfen bei der Wohnungsfindung, Unterstützung bei Bewerbungen, Schulkindbetreuung, die Fahrradwerkstatt, die Kleiderkammer und vieles mehr. Die Austellung dokumentiert außerdem eindrucksvoll viele Beispiele gelungener Integration: Viele Firmen aus Waldbronn und Umgebung haben unverzichtbare Mitarbeiter gewonnen. (Foto: Anneke Graner (2.v.r) zusammen mit BM Christian Stalf, Michaela Masino, Andree Keitel, und Jens Puchelt)

  • Unser Antrag: Mehr Bevölkerungsschutz und Krisenvorsorge für Karlsbad

    Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

    Weihnachten steht vor der Tür – eine Zeit, in der wir uns eigentlich auf das Miteinander und die schönen Momente freuen. Trotzdem möchten wir als SPD-Fraktion im Gemeinderat Karlsbad ein wichtiges Thema ansprechen, das uns alle betrifft: Den Bevölkerungsschutz und die Krisenvorsorge in unserer Gemeinde.

    Wir haben einen Antrag eingebracht, über den im Januar und Februar im Gemeinderat beraten wird. Uns ist bewusst, dass dies gerade vor den Feiertagen keine leichte Kost darstellt. Aber die aktuellen Entwicklungen in der Welt zeigen, wie wichtig es ist, vorbereitet zu sein – auch wenn wir alle hoffen, dass wir diese Maßnahmen nie wirklich brauchen werden.

    Was wird in Karlsbad bereits getan?

    Die Gemeindeverwaltung hat erfreulicherweise bereits viel getan: Es wurden Notstromaggregate angeschafft und zentrale Einrichtungen in Langensteinbach vorbereitet, die im Ernstfall als Anlaufstellen dienen können. Besonders begrüßen wir, dass das Schulzentrum und die Jahnhalle als Notfallzentrum ausgerüstet werden. Das ist ein wichtiger Schritt für unsere Sicherheit!

    Was fordern wir zusätzlich?

    Wir sind überzeugt, dass je nach Krisenszenario mehr Vorbeugung nötig ist. Deshalb schlagen wir zusätzlich vor:

    • In jedem Ortsteil von Karlsbad ein eigenes Notfallzentrum einrichten.
    • Eine Übersicht über die aktuellen Strukturen und Notfallpläne in Karlsbad bereitzuhalten
    • Vorbereitung auf verschiedene Krisenszenarien wie Stromausfälle, Naturkatastrophen, Versorgungsengpässe oder auf den Verteidigungsfall
    • Informationsveranstaltungen hierzu
    • Überprüfung, ob zusätzliche Infrastruktur wie weitere Notstromaggregate, Versorgungsdepots oder Schutzeinrichtungen nötig sind
    • Praktische Übungen und Tests der Warnsysteme, bei denen auch Schulen, Kindergärten und Vereine eingebunden werden

    Was bedeutet das für uns alle?

    Krisenvorsorge ist nicht nur Aufgabe der Verwaltung, sondern geht uns alle an. Je besser wir vorbereitet sind, desto sicherer sind wir – als Einzelne und als Gemeinschaft. Wir sollten uns alle auf den Ernstfall vorbereiten und andrerseits hoffen, dass dieser nie eintritt.

    Wie geht es weiter?

    Im Februar wird unser Antrag im Gemeinderat beraten. Wir hoffen sehr, dass unsere Vorschläge geprüft und ggfls. umgesetzt werden und Karlsbad damit noch besser für den Ernstfall gerüstet ist.

    Wir wünschen Ihnen trotz allem eine besinnliche Adventszeit und ein frohes Fest – bleiben Sie gesund und achten Sie aufeinander!

    Ihre SPD-Gemeinderatsfraktion aus Karlsbad

  • Parkraumkonzept für Karlsbad

    Im Gemeinderat stand kürzlich dieses Thema auf der Tagesordnung – eine wirklich sensible und gleichzeitig sehr komplexe Aufgabe, die uns sicherlich noch länger herausfordern wird. Lösungen sind schwierig; das steht jetzt schon fest.

    Wichtigster Punkt aus unserer Sicht: Bevor irgendwelche Maßnahmen ergriffen werden, muss zuerst eine fundierte Analyse erfolgen. Das wird die Gemeindeverwaltung auch veranlassen. Es muss erfasst werden, wo, wann und wie in Karlsbad geparkt wird – unter der Woche, am Wochenende, zu verschiedenen Tageszeiten, aber auch zu besonderen Stoßzeiten, wie etwa bei heißen Tagen rund ums Freibad. Nur so lassen sich echte Hotspots identifizieren, die dann gezielt betrachtet werden können.

    Wir alle kennen die Problematik: Immer wieder blockieren Fahrzeuge Straßen und Gehwege so sehr, dass Kinderwagen, gehbehinderte Personen, Rollstuhlfahrer, ja manchmal sogar weder Feuerwehr noch Müllabfuhr, Busse oder Winterdienst durchkommen.

    Häufig kommt es zum gefährlichen „Lückenspringen“, um sich vorwärtszubewegen. Das alles ist nicht mehr hinnehmbar – Sicherheit muss immer Vorrang haben. Trotzdem müssen wir im Blick behalten: Gerade im ländlichen Raum ist das Auto für viele Menschen ein Stück Unabhängigkeit. Und genau dies macht das Thema emotional. Unser Ansatz sollte deshalb sein: Mit Maß und Ziel vorgehen, keine Schnellschüsse.

    Einige Probleme könnte man kurzfristig entschärfen, wenn mehr Leute ihre Hofeinfahrten, Stellplätze und speziell Garagen tatsächlich zum Parken nutzen würden – und nicht sachfremd. Das muss natürlich begleitet werden, z. B. durch Info-Kampagnen oder Anreize, bevor über Restriktionen nachgedacht wird.

    Auch der ÖPNV ist – ganz ehrlich – aktuell nicht immer eine echte Alternative zum Auto. Die Taktung ist manchmal zu gering, es gibt zu viele Ausfälle oder es mangelt an aktuellen Informationen und oft fehlt die Zuverlässigkeit. Ebenso gilt es, ein flächendeckendes, sicheres Radwegenetz zu schaffen. Wer ernsthaft über Reduktion des Autoverkehrs spricht, muss gleichzeitig auch Alternativen schaffen. Dazu gehört auch ein Ausbau des Carsharings – und insgesamt ein neuer Blick auf Mobilität.

    Wir sollten außerdem bedenken, dass sich in den letzten 20 bis 30 Jahren die Fahrzeuge massiv verändert haben – sie sind breiter, größer, schwerer, während sich das Straßenbild in vielen Ortsteilen kaum verändert hat oder verändern konnte. Besonders in engen Gassen wird das zu einem immer größeren Problem.

    Gemeindeverwaltung und Gemeinderat suchen Auswege aus diesem Dilemma. Wir sind bereit, alle guten Ansätze zu prüfen, rechtliche Möglichkeiten (Baurecht, Verkehrsrecht) zu nutzen und erfolgreich voranzukommen.

    Viele Probleme türmen sich da auf. Jeder Einzelne kann aber zur Lösung beitragen. Mit Rücksicht auf andere und einer gehörigen Portion Disziplin können wir alle schon mal anfangen!